seitengefluester
Aurelia hat gelernt weiterzumachen.
Zwischen Arbeit, Verpflichtungen und den endlosen Tagen, die sich alle gleich anfühlen, bleibt kaum Zeit für sie selbst. Also lächelt sie, hilft, funktioniert - und ignoriert die Erschöpfung, die sich längst in ihrem Inneren festgesetzt hat.
Als sie einer Therapiegruppe beitritt, erwartet sie nicht viel. Schon gar nicht Lucas
Verschlossen, gereizt und stets auf Abstand bedacht, macht er unmissverständlich klar, dass er mit niemandem etwas zu tun haben möchte. Doch je öfter sich ihre Wege kreuzen, desto mehr beginnt Aurelia hinter die Mauern zu blicken, die er so sorgfältig um sich errichtet hat.
Während Lucas alles von sich stößt, hält Aurelia an allem fest.
Und irgendwo zwischen unausgesprochenen Gedanken, verlorenen Erinnerungen und den Dingen, die sie niemandem erzählen, lernen sie, dass manche Menschen einen nicht davor bewahren zu fallen.
Manche bleiben einfach neben einem sitzen, bis man wieder aufstehen kann.